Kemnath
Fachkrankenhaus für Innere Medizin und Altersmedizin
Die Notaufnahme für innere Erkrankungen bleibt rund um die Uhr geöffnet. Neu kommt die Altersmedizin aus Tirschenreuth dazu.
Mehr zu KemnathDas KNO-Zukunftskonzept
Der Bund hat die Regeln für Krankenhäuser neu geschrieben. Die Kliniken Nordoberpfalz stellen sich darauf ein und ordnen die Aufgaben ihrer Häuser in Weiden, Tirschenreuth, und Kemnath neu. Hier lesen Sie, was sich ändert – und was bleibt.
Auf einen Blick
Künftig macht jedes Haus das, was es am besten kann. So bleibt die Versorgung in der Region stark – auch unter den neuen Regeln des Bundes.
Fachkrankenhaus für Innere Medizin und Altersmedizin
Die Notaufnahme für innere Erkrankungen bleibt rund um die Uhr geöffnet. Neu kommt die Altersmedizin aus Tirschenreuth dazu.
Mehr zu KemnathFachkrankenhaus für Knochen und Gelenke
Geplante Operationen an Hüfte und Knie werden hier gebündelt. 2029 kommt die Reha aus Erbendorf dazu.
Mehr zu TirschenreuthDas große Zentralklinikum der Region
Die Fachabteilungen bleiben erhalten. Neu entstehen eine Abteilung für Altersmedizin und eine Wahlleistungsstation. Die Allgemein- und Viszeralchirurgie wird aus Kemnath verlegt.
Mehr zu WeidenReha in der Steinwaldklinik
Bis ins Jahr 2029 bleibt hier alles, wie es ist. Dann zieht die Reha nach Tirschenreuth.
Mehr zu ErbendorfIm Notfall gilt wie immer: 112 wählen. Der Rettungsdienst bringt Sie in das Krankenhaus, das Ihnen am besten helfen kann.
Noch ist nicht alles entschieden. Der Aufsichtsrat hat das Konzept beschlossen. Jetzt muss der Freistaat Bayern zustimmen. Diese Zustimmung hat er bereits signalisiert. Die ersten Umzüge sind für 2027 geplant.
Schritt für Schritt
Sieben Veränderungen, ein Ziel: eine starke Versorgung für die ganze Region. Die Grafik zeigt, welche Abteilung an welchen Standort wechselt.
Hintergrund
Die Krankenhausreform teilt die Medizin in 65 Bereiche auf, sogenannte Leistungsgruppen. Ein Krankenhaus darf eine Behandlung künftig nur noch anbieten, wenn es dafür genug Fachärzte, Pflegekräfte, Technik und Erfahrung hat.
Die Medizin in Kemnath ist sehr gut. Doch in keinem seiner sieben Bereiche erfüllt das Haus die neuen Vorgaben – vor allem, weil Fachärzte fehlen. Ohne neues Konzept wäre Ende 2027 Schluss gewesen.
Immer mehr ältere Menschen brauchen Behandlung. Gleichzeitig spart der Bund bei den Kliniken, und Fachkräfte sind schwer zu finden. Darauf muss sich die Versorgung einstellen.
Die Kliniken Nordoberpfalz wurden 2006 gegründet, damit die Region wohnortnah versorgt bleibt. Als Verbund können sie Stärken und Synergien bündeln, statt einzelne Häuser zu verlieren.
Ein Fachkrankenhaus konzentriert sich auf ein Fachgebiet – zum Beispiel die Innere Medizin oder Operationen an Knochen und Gelenken. Die Teams dort haben besonders viel Erfahrung, weil sie viele ähnliche Fälle behandeln. Nach den neuen Regeln darf ein Fachkrankenhaus nur einen Schwerpunkt haben. Deshalb kann es in Kemnath nicht weiter Innere Medizin und Chirurgie parallel geben.
Für Patienten und Angehörige
In Kemnath arbeiten künftig acht Fachärztinnen und Fachärzte für Innere Medizin und Altersmedizin an einem Ort – bisher waren es je vier in Kemnath und Tirschenreuth.
In Tirschenreuth drängen sich keine Notfälle vor geplante Operationen. Termine für u. a. Hüft- und Knie-Operationen lassen sich so besser einhalten.
Viele ältere Patienten kommen aus Weiden und Umgebung. Die neue Altersmedizin in Weiden erspart ihnen und ihren Angehörigen weite Wege. Ebenso verhält es sich in Kemnath: Die Lage ermöglicht vielen Angehörigen kürzere Wege.
Schwerkranke ältere Menschen finden in Weiden alles an einem Ort und müssen nicht mehr verlegt werden.
Die vier Häuser im Detail
Kemnath
Kemnath macht, was es schon heute am meisten macht. Zwei von drei Patientinnen und Patienten kommen mit inneren Erkrankungen. Genau darauf konzentriert sich das Haus künftig.
Acht statt vier. Innere Medizin und Altersmedizin bauen auf dem gleichen Wissen auf. Kommen beide in Kemnath zusammen, arbeiten dort acht Fachärztinnen und Fachärzte. Das bringt mehr Sicherheit und medizinische Kompetenz für die Patienten.
Gut erreichbar für Angehörige. Kemnath liegt für einen großen Teil des Einzugsgebiets günstig. Wer ältere Angehörige besucht, hat oft einen kürzeren Weg.
Schwere chirurgische Verletzungen werden – wie schon heute – in Weiden, Bayreuth oder Marktredwitz versorgt. Die Notfall-Lösung ist mit der Integrierten Leitstelle abgestimmt und von Notfallmedizinern geprüft.
Fragen zu Kemnath? Sprechen Sie uns an: buergerfragen@kno.ag
Tirschenreuth
Die Spezialisten unter einem Dach. Die erfahrenen Operateure der Orthopädien aus Kemnath und Weiden bündeln ihr Wissen und Können in Tirschenreuth.
Planbar operieren. Weil hier weniger Notfälle dazwischenkommen, lassen sich OP-Termine besser einhalten. Das ist gut für Patienten und Teams.
Der modernste OP der KNO wird voll genutzt. In Tirschenreuth wurde 2020 in neue, große OP-Säle investiert. Die werden jetzt richtig ausgelastet.
Mit der Reha aus Erbendorf hat Tirschenreuth ab 2029 insgesamt 120 Betten. Die Altersmedizin wechselt nach Kemnath, weil sie dort eng mit der Inneren Medizin zusammenarbeiten kann.
Fragen zu Tirschenreuth? Sprechen Sie uns an: buergerfragen@kno.ag
Weiden
Alles unter einem Dach. Schwer kranke ältere Menschen finden in Weiden künftig alles an einem Ort. Sie müssen nicht mehr zwischen Weiden und Tirschenreuth hin und her.
Kürzere Wege für viele Familien. Die meisten Patienten der Altersmedizin in Tirschenreuth kommen heute aus Weiden. Für sie und ihre Angehörigen wird es deutlich einfacher.
Mehr OP-Zeit für Schwerverletzte und Schwerkranke. Weil geplante Gelenk-Operationen nach Tirschenreuth verlagert werden, wird in Weiden OP-Zeit frei – etwa für Unfallopfer und Krebspatienten.
Es entstehen Betten mit zusätzlichem Komfort und erweitertem Service für die Patienten, der über die allgemeine medizinische Regelversorgung hinaus geht.
Fragen zu Weiden? Sprechen Sie uns an: buergerfragen@kno.ag
Erbendorf
Die Reha ist gefragt. Neun von zehn Betten sind belegt. Dieses Angebot soll bleiben – in einem modernen Gebäude.
Das Gebäude ist in die Jahre gekommen. Im laufenden Betrieb lässt es sich nicht sanieren.
Warum erst 2029? Erbendorf ist als Rehaeinrichtung nicht von der Krankenhausreform betroffen. Deshalb werden erst Kemnath, Tirschenreuth und Weiden angepasst. Danach folgt die Reha. Das Fördergeld des Freistaats für den Umbau in Tirschenreuth setzt ein Gesamtkonzept voraus – das liegt nun vor.
Bis ins Jahr 2029 bleibt in der Steinwaldklinik alles, wie es ist. Die Patientinnen und Patienten werden dort weiterhin ausgezeichnet versorgt.
Fragen zu Erbendorf? Sprechen Sie uns an: buergerfragen@kno.ag
Fahrplan
Der Aufsichtsrat der Kliniken Nordoberpfalz beschließt das Zukunftskonzept.
Die KNO beantragt beim Freistaat Bayern die Änderung des Krankenhausplans.
Der Krankenhausplanungsausschuss des Freistaats berät über das Konzept.
Krankenhäuser dürfen nur noch anbieten, was ihnen zugewiesen ist.
Akutgeriatrie, Orthopädie und Endoprothetik sowie Allgemein- und Viszeralchirurgie wechseln den Standort. In Weiden entsteht die neue Altersmedizin.
Die Reha aus Erbendorf zieht im Laufe des Jahres in ihr neues Haus in Tirschenreuth.
Rückhalt aus der Medizin
Viele Ideen kommen aus den Abteilungen selbst: Die Chefärzte der Inneren Medizin in Kemnath und der Altersmedizin in Tirschenreuth haben die Zusammenlegung ihrer Abteilungen selbst erarbeitet und empfehlen sie. Auch die Unfallchirurgen und die Gelenk-Spezialisten begrüßen die Bündelung in Tirschenreuth.
Und: Mit dem Konzept können junge Ärztinnen und Ärzte ihre Facharzt-Ausbildung weiterhin vollständig bei der KNO machen. Das hilft, Nachwuchs in der Region zu halten.
„Unser Ziel ist es, für die Menschen in der Region die bestmögliche medizinische Versorgung anzubieten. Mit diesem Konzept können wir das auch langfristig gewährleisten.“
Häufige Fragen
Ihre Frage ist nicht dabei? Schreiben Sie uns. Wir ergänzen diese Seite laufend.
Nein. Kemnath, Tirschenreuth und Weiden bleiben Krankenhäuser – jedes mit einem klaren Profil Ohne das neue Konzept hätte Kemnath Ende 2027 schließen müssen. Die Reha in Erbendorf zieht 2029 in ein neues Haus nach Tirschenreuth.
Die Notaufnahme für innere Erkrankungen – zum Beispiel Herz, Lunge oder Magen – bleibt rund um die Uhr geöffnet. Das sind schon heute zwei Drittel aller Notfälle in Kemnath. Leichte chirurgische Verletzungen versorgt werktags das MVZ. Ambulante Notfälle werden jederzeit im Krankenhaus untersucht. Schwere Verletzungen werden – wie schon bisher – in Weiden, Bayreuth oder Marktredwitz behandelt.
Ja. Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte können die ambulanten OP-Räume in Kemnath weiter nutzen. Größere Operationen am Bauch finden künftig in Weiden statt, geplante Operationen an Hüfte und Knie in Tirschenreuth.
Geplante Gelenk-Operationen werden künftig in Tirschenreuth gebündelt. Dort operieren die erfahrenen Spezialisten aus Kemnath und Weiden gemeinsam – in den modernsten OP-Sälen der KNO und ohne dass Notfälle den Termin verschieben.
Die Altersmedizin (Fachwort: Geriatrie) kümmert sich um ältere Menschen, die oft mehrere Erkrankungen gleichzeitig haben. Ziel ist, dass sie nach dem Krankenhausaufenthalt möglichst selbstständig leben können. Künftig gibt es Altersmedizin in Kemnath und neu auch in Weiden.
In Weiden werden Betten eingerichtet mit zusätzlichem Komfort und erweitertem Service für die Patienten, der über die allgemeine medizinische Regelversorgung hinaus geht.
Noch nicht. Der Aufsichtsrat hat das Konzept beschlossen. Anfang Oktober stellt die KNO den Antrag beim Freistaat Bayern, Ende November berät der Krankenhausplanungsausschuss. Erste Gespräche mit Gesundheitsministerium, Medizinischem Dienst und Krankenkassen signalisieren Zustimmung.
Weil die neuen Regeln des Bundes das nicht zulassen. Ab 2027 darf ein Krankenhaus nur noch Behandlungen anbieten, für die es genug Fachärzte, Personal und Erfahrung hat. Ohne Veränderung hätte die Region ein Krankenhaus verloren.
Alle werden gebraucht. Wer von den Veränderungen betroffen ist, bekommt ein Beschäftigungsangebot an einem anderen Standort der KNO. Die Gespräche dazu werden persönlich und gemeinsam mit dem Betriebsrat geführt.
Wir sind für Sie da
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Im medizinischen Notfall wählen Sie bitte immer die 112.