Etwas mehr als 250 Menschen informierten sich am Nachmittag des Mittwochs, 6. Mai, im Foyer des Klinikums Weiden rund um das Thema Schlaganfall. Anlass dafür war ein Aktionstag der Klinik für Neurologie. Die Grundaussage hatte Chefärztin Dr. Wenke Finkenzeller bereits im Vorfeld ausgegeben: „Schlaganfall ist kein Schicksal.“ Will heißen: Wer rechtzeitig handelt, kann sein Risiko minimieren, und schnelle Hilfe kann schlimme Folgen oft vermeiden.
Dazu standen neben Ärztinnen und Ärzten auch Fachleute aus den Bereichen spezialisierte Schlaganfallpflege und Therapie für Gespräche bereit. Die Weidener Selbsthilfegruppe Schlaganfall gab Patienten und ihren Angehörigen wertvolle Tipps in Richtung Hilfe zur Selbsthilfe.
Sehr gut angenommen wurden vor Ort Ultraschalluntersuchungen der Halsschlagader, die ganz unmittelbar eine Einschätzung des eigenen Schlaganfall-Risikos vermittelten. Tatsächlich wurde auch eine kritische Gefäßverengung entdeckt, und weitere Diagnostik organisiert.
Nicht nur für diese Person hat sich der Besuch des Aktionstags gelohnt. Rund 60 Interessierte verfolgten den Einführungsvortrag von Frau Dr. Finkenzeller, darunter gar nicht so wenige jüngere Menschen. Sie alle lernten auch Hilfsmittel kennen, die Betroffenen den Alltag erleichtern, etwa Lagerungsschienen oder Griffverdickungen, um Besteck oder die Zahnbürste besser greifen zu können.
Das Team der Schlaganfallstation „Stroke Unit“, gab einen Einblick in seine klinische Arbeit. Sie ist nach der Diagnose die entscheidende Stelle, um gravierende Auswirkungen so schnell wie möglich abzufangen oder abzumildern. Fazit: Bei diesen Spezialisten ist man in guten Händen. Das hörte man sinngemäß aus etlichen Gesprächen im Foyer. Das sehen auch die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft (DSG) und die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe so, die die Stroke Unit in Weiden erst kürzlich in einem anspruchsvollen Verfahren erneut als überregionales Zentrum zertifiziert haben.