Seit der Gründung im Oktober 2015 hat sich das Endoprothetik-Zentrum (EPZ) Kemnath zu einem wichtigen Pfeiler der Gesundheitsversorgung in der Nordoberpfalz entwickelt. Es ist ein gutes Beispiel für die Leistungsfähigkeit kleinerer Krankenhäuser.
Im einzigen Endoprothetik-Zentrum der Nordoberpfalz wurden in den vergangenen zehn Jahren rund 5000 endoprothetische Versorgungen an Hüft- und Kniegelenken vorgenommen. 2024 wurde das EPZ Kemnath unter der Leitung von Chefarzt Dr. Florian Höhler zum 4. Mal in Folge nach 2015, 2018 und 2021 rezertifiziert. Die unabhängige Bewertung durch Fachleute ergab, dass die Hauptoperateure Dr. Michael Kampe und Dr. Cornelius Schörle mit ihren Teams bei Gelenkersatz an Hüfte und Knie große Erfahrung einbringen und sehr gute Ergebnisse selbst bei komplizierten Fällen erzielen. Zudem belegt dies auch die Qualität der Arbeit von Physiotherapie- und Pflegepersonal.
Die Gesamtfallzahl 2024 belief sich auf 561 Totalendoprothesen (künstliche Gelenke) an Knie und Hüfte. Sie blieb somit konstant. 2023 waren es 557 Totalendoprothesen. Rekordjahr war das Jahr 2018 mit 623 Fällen. Pandemiebedingt gingen die Zahlen zwischen 2020 und 2022 auf unter 500 zurück.
2024 wurden 224 primäre Hüft-Totalendoprothesen verbaut und zwei Hüft-Totalendoprothesen gewechselt. 304 primären Knie-Totalendoprothesen stehen 30 Wechsel von Knie-Totalendoprothesen gegenüber.
Eine Befragung von 467 Patientinnen und Patienten im Jahr 2024 ergab eine Weiterempfehlungsquote von 99 Prozent. Unter zwölf nordbayerischen Kliniken ist Kemnath der zweitgrößte Versorger bei endoprothetischen Eingriffen.
Die Komplikationsrate liegt seit Jahren konstant in einem sehr niedrigen Bereich. Kemnath nimmt dabei auch im nationalen Vergleich eine sehr gute Position ein. Eine bundesweite Auswertung der Jahre 2016 bis 2024 ergibt, dass notwendige Folgeoperationen nach einem Eingriff deutlich geringer ausfallen, als dies statistisch zu erwarten wäre oder im nationalen Vergleich vorliegt.
Welche Vorteile bringt dies für die Patientinnen und Patienten? Betroffen sind grundsätzlich viele. Über 70 Prozent der Bevölkerung über 70 Jahre klagt über schmerzhaften Verschleiß an Hüfte oder Kniegelenk. Damit ist Arthrose die dritthäufigste Erkrankung weltweit. Oft ist der Einsatz eines Kunstgelenkes die einzige Möglichkeit, möglichst schmerzfrei mobil zu werden und wieder mehr Lebensqualität zu erreichen.
Mit dem neuen Kunstgelenk kann der Alltag wieder leichter bewältigt werden, oftmals sind sogar zahlreiche sportliche Aktivitäten wieder möglich. Zudem sind Endoprothesen langlebig. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass nach 12 bis 15 Jahren rund 95 Prozent noch gut funktionieren.
Wie gehen interessierte Patientinnen und Patienten vor? Sie vereinbaren am besten einen Termin im MVZ Kemnath bei Dr. Schörle oder in der Praxis Dr. Kampe, Bayreuth. Sollte nach einer eingehenden Untersuchung ein Eingriff empfehlenswert sein, kommt der Patient einen Tag vor der OP zur Vorbereitung ins Krankenhaus. Nach der OP wird der Patient so früh wie möglich mit Unterstützung durch die Physiotherapeuten des Hauses mobilisiert.
Der Sozialdienst Kemnath kümmert sich zuverlässig um die weitere Nachsorge mit ambulanten oder stationären Rehamaßnahmen. Aber auch nach Abschluss der Akut- und Rehabehandlung betreuen und begleiten Dr. Kampe und Dr. Schörle alle Patienten mit einem neuen Kunstgelenk persönlich weiter.
Hier finden Sie Ihre Ansprechpartner:
Krankenhaus Kemnath, Tel. 09642/7060 E-Mail: epz.kem@kno.ag
MVZ Nordoberpfalz, Tel. 09642/706712-70, E-Mail: orthopaedie.kem@mvz-nordoberpfalz.de
Praxis Dr. Michael Kampe, Tel. 0921/745446-90, E-Mail: info@orthopaedie-kampe.de