Fragen und Antworten

An dieser Stelle wollen wir Ihnen Fragen beantworten, die uns immer wieder begegnen. 

Sie haben weitere Fragen zum neuen Standortkonzept der Kliniken Nordoberpfalz? Nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf!

Ab dem 01.04.2024 spezialisiert sich das Krankenhaus Tirschenreuth auf die Innere Medizin mit dem Schwerpunkt Akutgeriatrie. Der moderne OP-Bereich wird zu einem ambulanten Hochleistungs-OP-Zentrum umgewandelt. Ein sehr großer Teil der Patienten, die bisher in die Notaufnahme gekommen sind, kann sowohl in der geplanten Notfallambulanz als auch in den MVZ-Praxen direkt am Krankenhaus behandelt werden. Hier stehen weiterhin Praxen aus den Bereichen Chirurgie, Unfallchirurgie / Orthopädie und Gynäkologie zur Verfügung, die auch BG-Fälle übernehmen können.

Bei der Behandlung von zeitkritischen schweren und intensiven Erkrankungen wie Schlaganfällen, Herzinfarkten oder (unfall-)chirurgischen Verletzungen ändert sich nichts – diese werden, wie bisher, am Klinikum Weiden behandelt.

Im Jahr 2025 wird die Geriatrische Rehabilitation aus Erbendorf an das Krankenhaus Tirschenreuth umziehen. Damit wird die Behandlung von älteren Patienten in Kombination mit der Inneren Medizin mit dem Schwerpunkt Akutgeriatrie am Krankenhaus Tirschenreuth gebündelt und es werden hier somit zukünftig mehr Patienten versorgt als derzeit.

Durch die Konzentration und Spezialisierung am Krankenhaus Tirschenreuth, begleitet von den MVZ-Praxen in direkter Nähe zum Krankenhaus, bleibt Tirschenreuth ein wichtiger Eckpfeiler in der KNO und der Gesundheitsversorgung in der Region.

Am bisherigen Leistungsspektrum des Krankenhauses Kemnath wird es 2024 keine Änderungen geben. Auch die Behandlung von Notfällen ist am Krankenhaus Kemnath wie bisher rund um die Uhr möglich. Mit der speziellen Notfallversorgung besteht also weiterhin eine Anlaufstelle für Rettungsdienste und Notfallpatienten. Wie in Tirschenreuth gilt auch hier, dass schwere Verletzungen und Erkrankungen am Klinikum Weiden behandelt werden.

Anpassungen würden nur dann entstehen, wenn diese durch die Krankenhausstrukturreform vorgegeben werden.

Nach dem Umzug der Geriatrischen Rehabilitation an das Krankenhaus Tirschenreuth wird der Standort Erbendorf im Lauf des Jahres 2025 geschlossen.

Für einen Weiterbetrieb wären Investitionen in Millionenhöhe nötig gewesen, unter anderem für die Sanierung des in die Jahre gekommenen Gebäudekörpers.

Gemeinsam mit der Stadt Erbendorf bemühen wir uns um eine Nachfolgelösung für das Gebäude.

Auch weiterhin gibt es eine akutstationäre Versorgung – sowohl am Krankenhaus Tirschenreuth als auch am Krankenhaus Kemnath.

Kemnath bleibt weiterhin ein Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung mit Inneren Medizin und Chirurgie. Außerdem werden dort Wirbelsäulen- und Gelenkserkrankungen behandelt, die einer endoprothetischen Versorgung bedürfen. Und auch Notfälle werden hier rund um die Uhr behandelt. Eine Anpassung der aktuellen Struktur gibt es 2024 nur dann, wenn es durch die Krankenhausstrukturreform vorgegeben wird.

Auch am Krankenhaus Tirschenreuth werden weiterhin Patienten stationär behandelt. Denn die Innere Medizin mit dem Schwerpunkt Akutgeriatrie bleibt vor Ort. Bereits jetzt werden hier viele akutgeriatrische Patienten durch Internisten betreut – das wird auch weiterhin so sein.

Durch die zunehmende Ambulantisierung im Gesundheitswesen werden ambulante Operationen immer wichtiger und häufiger. Deshalb bietet die Etablierung des Krankenhauses Tirschenreuth als ambulantes OP-Zentrum viele Chancen und Vorteile für Patienten. Jährlich sollen hier bis zu 3.000 ambulante Operationen durchgeführt werden. In Zukunft wird ein großer Teil der ambulanten Eingriffe aus der gesamten KNO durchgeführt. Dafür kommen Operateure des Klinikums Weiden nach Tirschenreuth und operieren Patienten ambulant in den Bereichen Gynäkologie, Allgemein- und Unfallchirurgie sowie im HNO-Bereich. Auch orthopädische Eingriffe finden dann hier statt.

Der OP-Bereich am Krankenhaus Tirschenreuth wurde vor einigen Jahren modernisiert und bietet dafür beste Möglichkeiten. In den vergangenen Monaten wurden hier bereits hunderte ambulante Operationen mit sehr positiven Erfahrungen durchgeführt, vor allem im Bereich der Gynäkologie.

So entstehen am Krankenhaus Tirschenreuth Strukturen, die für eine zeitgemäße und zukunftsfähige medizinische Versorgung stehen. Und auch wenn es sich um Einschnitte im Vergleich zur bisherigen Situation handelt: die Anpassungen sind eine Chance, die viele andere kleine Krankenhäuser nicht erhalten, da diese geschlossen werden.

 

Diese Operationen werden am Krankenhaus Tirschenreuth durchgeführt:

Allgemeinchirurgie: Hernien (Leisten, Nabel-, Narbenbrüche), Behandlung von Hämorrhoiden / Fisteln, Eingriffe an den Verdauungsorganen und am Lymphgefäßsystem, Wundversorgung, endoskopische Biopsien und Eingriffe (Koloskopien, Laparoskopien, Rektoskopien, Proktoskopien), weitere minimalinvasive Eingriffe

Orthopädie / Unfallchirurgie: arthroskopische / minimalinvasive Eingriffe an Hand, Fuß, Knie (Meniskus, Knorpel, Bänder), Schulter, Ellenbogen; Stabilisierung einfacher KNochenbrüche, Entfernung von Fremdkörpern und Material, Biopsien, therapeutische Injektionen

Gynäkologie: Kürettagen, Hysteroskopien, Kolposkopien, Biopsien, Punktionen, Laparoskopien (Zystenausschälung, Ovarektomie, Endometriosetherapie, Abklärung bei Kinderwunsch), kleine Brusteingriffe bei gutartigen Befunden 

HNO: Polypen-/Mandelentfernung

 

 

Auch weiterhin wird es am Krankenhaus Tirschenreuth eine Innere Medizin mit dem Schwerpunkt Akutgeriatrie geben.

Die Akutgeriatrie ist eine Weiterentwicklung und Zusatzqualifikation der Inneren Medizin. Das bedeutet, dass man bestmöglich auf die Diagnostik und Behandlung von Erkrankungen älterer Patienten vorbereitet ist. Zu den häufigsten chronischen Erkrankungen, die mit Alterungsprozessen zusammenhängen, zählen unter anderem Erkrankungen von Herz, Kreislauf und Nieren, der Muskeln und Knochen, Infektionen oder auch neurologische und onkologische Erkrankungen - also Krankheitsbilder, die bereits jetzt in der Inneren Medizin am Krankenhaus Tirschenreuth behandelt werden.

Um die bestmögliche Behandlung zu ermöglichen, wird eine umfangreiche Diagnostik durchgeführt. Diese beinhaltet sowohl eine körperliche Untersuchung, speziell nach geriatrischen Vorgaben, eine Anamnese des familiären und sozialen Status sowie der derzeitigen Medikamenteneinnahme, aber natürlich auch klassische Diagnostikmaßnahmen wie Blut- und Laborwerte oder Röntgen, CT und MRT.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Patienten, die mit einer intensiven chirurgischen, neurologischen oder kardiologischen Erkrankung notfallmäßig behandelt werden müssen, werden schon jetzt am Klinikum Weiden behandelt. Zu den schweren Notfällen gehören beispielsweise Schlaganfälle, Herzinfarkte oder schwere Traumata. Hierfür stehen am Klinikum Weiden optimale Diagnostik- und Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung, die es am Krankenhaus Tirschenreuth oder am Krankenhaus Kemnath nicht gibt.

In vielen Fällen werden Notfälle mit dem Rettungshubschrauber ans Klinikum Weiden transportiert. Die Hubschrauber Christoph 80, Christoph 27, Christoph Nürnberg und Christoph Regensburg haben das Klinikum Weiden im vergangenen Jahr rund 600 Mal angeflogen.

 

Schweren Herzens müssen wir die Geburtsabteilung in Tirschenreuth schließen. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass die absolute Untergrenze von 300 Geburten für einen Sicherstellungszuschlag, der die Erhaltung von Geburtsabteilungen sichert, kaum mehr erreichen können. Zukünftig werden Geburtsabteilungen aufgrund des medizinischen Fortschritts unter 1000 Geburten auch nach Qualitätsvorgaben kaum mehr betrieben werden können. Leider ist es auch nicht gelungen, nach Aufgabe von Praxen Gynäkologen vor Ort für die Mitarbeit zu gewinnen.

Der Landkreis Tirschenreuth hat seit 2021 zusätzliches Geld in die Geburtenabteilung investiert, um diese mit Honorarärzten aufrecht zu erhalten und neue verantwortliche Ärzte zu gewinnen, dies ist nicht gelungen. Von über 700 Geburten in Tirschenreuth nutzen lediglich 300 Familien unser Haus, auch weil bei vielen Geburten eine Kinderklinik im Hintergrund sinnvoll und notwendig ist. Wir möchten uns bei allen Familien an dieser Stelle bedanken, die über viele Jahre zufrieden unser Haus genutzt haben und sich wohl gefühlt haben.

Befürchtungen, dass die Geburten aus Tirschenreuth in Weiden nicht betreut werden könnten, sind grundlos. Denn die corona-bedingte Schließung der Geburtshilfe in Tirschenreuth während der Pandemie hat über mehrere Monate hinweg gezeigt, dass die zusätzliche Zahl an Geburten durch das Team am Klinikum Weiden kompensiert werden kann. Derzeit verbessern wir zudem die Betten- und Zimmersituation und werden mehr 2-Bett-Zimmer und Familienzimmer anbieten können.

Fast ein Drittel der im Jahr 2023 in Tirschenreuth geborenen Kinder (292) kam per geplanten Kaiserschnitt zur Welt. Im gesamten vergangenen Jahr gab es in Tirschenreuth nur eine einzige Not-Sectio. Am Klinikum Weiden wurden im Jahr 2023 1.475 Kinder geboren. In den vergangenen Jahren kamen hier teilweise aber mehr als 1.700 Kinder zur Welt.

Die Erfahrungen aus der Corona-Pandemie mit der damaligen Übernahme der Tirschenreuther Geburten und der deutschlandweite Geburtenrückgang machen deutlich, dass die Geburten aus Tirschenreuth ohne weitere Probleme in Weiden kompensiert werden können.

Außerdem bieten größere Häuser wie das Klinikum Weiden eine bestmögliche Vorbereitung auf mögliche Risiken bei einer Geburt, beispielsweise durch das Perinatalzentrum, eine spezialisierte Kinderanästhesie und eine angeschlossene Kinderklinik. Gerade diese Sicherheit wird von vielen Müttern immer stärker gewünscht.

Geburtszahlen am Krankenhaus Tirschenreuth in den vergangenen Jahren: 

  • 2013 - 2019: rund 360 Geburten pro Jahr
  • 2020: 292 Geburten
  • 2021: 221 Geburten
  • 2022: 300 Geburten
  • 2023: 292 Geburten

Notfälle werden zukünftig in der Notfallambulanz am Krankenhaus Tirschenreuth versorgt. Diese steht Patienten von Montag bis Freitag von 8 bis 20 Uhr sowie an Samstag, Sonntag und Feiertagen von 9 bis 20 Uhr zur Verfügung und wird gemeinsam von Ärzten der KNO und der KV / niedergelassenen Ärzten betrieben.

Seitens der Kliniken Nordoberpfalz werden sich Dr. Robert Meiler (Ltd. Oberarzt Chirurgie), Ahmed Abdelaziz (Oberarzt Unfallchirurgie) und der langjährige Chefarzt Prof. Dr. Karl-Heinz Dietl um die Patienten in der Notfallambulanz kümmern.

Unabhängig davon erhalten Patienten rund um die Uhr in einem Krankenhaus immer Unterstützung und medizinische Hilfe, zum Beispiel durch in der Nacht anwesende Ärzte und Pflegekräft. So steht außerhalb der Öffnungszeiten beispielsweise ein Arzt der internistischen Abteilung zur Verfügung, der bei leichteren Notfällen medizinische Hilfe bieten wird.

In der Notfallambulanz erhalten Patienten mit leichteren Erkrankungen Hilfe, die keine kritischen medizinischen Notfälle sind. Das Angebot richtet sich also vor allem an Patienten, die selbst in die Notfallambulanz kommen oder von Angehörigen gebracht werden können.

Behandelt werden beispielsweise Erkrankungen und Beschwerden wie akute Bauchschmerzen, Schnitt- und Schürfwunden und Handverletzungen, akute Rückenschmerzen, Stauchungen der Extremitäten, Harnwegsinfekte, geringgradigen Verbrennungen und Verbrühungen sowie leichte Dehydrationen und weitere unklare allgemeine und sonstige internistische Beschwerden.

80 Prozent der Notfälle, die bisher in der Notaufnahme behandelt und stationär aufgenommen wurden, können weiterhin in der Notfallambulanz behandelt werden. Die Patienten werden dabei von Chirurgen, Internisten oder Hausärzten behandelt und können bei internistischen Beschwerden bei Bedarf auch stationär aufgenommen werden.

Von den zehn häufigsten Krankheitsbildern, die 2023 notfallmäßig aufgenommen wurden, bilden wir – abgesehen von schweren Brüchen – auch weiterhin das fast vollständige Spektrum ab. Dazu gehören unter anderem Entzündungen des Magen-Darm-Traktes, Herzinsuffizienz, Infektionen und Entzündungen der Atmungsorgane und viele weitere Erkrankungen.

Schwere Erkrankungen, wie zum Beispiel ein Schlaganfall, Herzinfarkt oder ein Polytrauma, werden weiterhin am Klinikum Weiden behandelt, wie es bereits jetzt der Fall ist. In Tirschenreuth erhalten Patienten mit nicht gravierenden internistischen und allgemeinmedizinischen Notfällen Hilfe in der Notfallambulanz.

Die Notfallambulanz wird in räumlicher Nähe zur bisherigen Notaufnahme zu finden sein, der Zugang ist über den bisherigen Eingang möglich.

Außerhalb der Öffnungszeiten ist der Zugang über den Haupteingang des Krankenhaus möglich.

Die Bedenken und Sorgen der Bevölkerung über die zukünftige (Notfall-)Versorgung können wir nachvollziehen. Allerdings muss hier berücksichtigt werden, dass die Anzahl der Patienten, die am Krankenhaus Tirschenreuth eine wirkliche Notfallbehandlung erhalten, gering ist. Dies zeigt sich beispielsweise daran, dass 70 Prozent der Patienten hier nur ambulant behandelt werden und die Notaufnahme in der Folge wieder verlassen. Laut Einschätzung des Gesundheitsministeriums ist die flächendeckende Versorgung der Bevölkerung bei den geplanten Umstrukturierungsmaßnahmen weiterhin gegeben.

Auch um die Versorgung der zusätzlich zu erwartenden Patienten zu sichern, sind am Klinikum Weiden bereits seit einigen Monaten verschiedene Projekte angelaufen, um die organisatorischen Abläufe in der Notaufnahme weiterhin zu verbessern.

 

Aufgrund der Anpassungen vieler Notaufnahmen ergeben sich in vielen Regionen längere Fahrtzeiten für Patienten mit Notfällen.

Da bereits jetzt schwere und zeitkritische Notfälle in das Klinikum Weiden gebracht werden – unabhängig davon, ob es sich um chirurgische, neurologische oder kardiologische Erkrankungen handelt – werden sich an der Versorgungssituation schwererkrankter Notfallpatienten keine Änderungen ergeben. Leichtere Notfälle können weiterhin in der Notfallambulanz am Krankenhaus Tirschenreuth behandelt werden.

Zudem wird derzeit geprüft, ob der Rettungshubschrauber Christoph 80 auch eine Nachtflugerlaubnis erhält (nähere Informationen finden Sie hier).

 

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