Menschen mit akuten, aber vor allem mit chronischen Schmerzen, haben einen hohen Leidensdruck. Das Team der Schmerztagesklinik am Klinikum Weiden zeigt Ihnen Möglichkeiten und Wege auf, Sie als chronische Schmerzpatienten bei der Selbsthilfe zu unterstützen und Ihre schmerzbedingten Beeinträchtigungen abzubauen.

Dabei werden wir Sie und Ihr Beschwerdebild immer ganzheitlich betrachten – denn nur so ist es möglich, ein persönlich auf Sie abgestimmtes Behandlungsprogramm zu erstellen.

Häufig gestellte Fragen

Schmerz ist ein Leit- und Warnsymptom für eine beginnende oder bereits erfolgte Verletzung oder Erkrankung des Körpers. Kann die Ursache des Schmerzes erfolgreich behandelt werden, verschwindet der Schmerz. Trotz Beseitigung der Ursache und zielgerichteter Behandlung kann Schmerz als eigenständiges Symptom weiterbestehen. Dann spricht man vom chronischen Schmerz oder der sog. Schmerzkrankheit.

In diesem Fall erfolgt unter Berücksichtigung körperlicher, psychischer und sozialer Aspekte der Schmerzkrankheit die „multimodale” ganzheitliche Behandlung durch ein interdisziplinäres Behandlungsteam, das sich aus Therapeuten verschiedener Berufsgruppen zusammensetzt.

Eine häufige Eigenschaft therapieresistenter Schmerzerkrankungen ist, dass Patient und Arzt keine eindeutig körperbezogene Diagnose haben. Oft haben die Patienten ambulant wie auch stationär verschiedenste Diagnostik- und Therapieangebote wiederholt in Anspruch genommen, ohne dass eine klare Ursache ermittelt und eine eindeutige Diagnose gestellt werden konnte. Somit war auch keine gezielte Therapie möglich. Die Folge ist, dass Schmerzpatienten häufig über Jahre hinweg diverse Ärzte durchwechseln („doctor shopping”) und verschiedenste diagnostische und therapeutische Maßnahmen über sich ergehen lassen, ohne zu wissen, wo sie sich speziell hinwenden können.

 

Leiden Patienten unter akuten Schmerzen, wie zum Beispiel Tumorschmerzen, komplex regionalem Schmerzsyndrom / CRPS (früher Morbus Sudeck) oder akutem Herpes zoster, erfolgt eine sofortige Terminvergabe nach telefonischer Absprache mit einem Schmerztherapeuten.

Sie benötigen zur Aufnahme und zum Erstgespräch einen stationären Einweisungsschein und Ihre Krankenkassenkarte. Bei nur einmaliger Vorstellung erhält Ihr Hausarzt einen ausführlichen Arztbrief mit entsprechender Diagnostik- und Therapieempfehlung zur ambulanten Weiterbehandlung. Unsere Patienten erhalten unmittelbar nach der Erstvorstellung einen schriftlichen Medikamentenplan.

 

Wichtiger Hinweis: 

Im Notfall oder bei sehr starken Schmerzen lassen Sie sich bitte von Ihrem Hausarzt in die Zentrale Aufnahme einweisen! Von dort können Sie auf eine bettenführende Abteilung verlegt werden und durch die Schmerztagesklinik schmerzkonsiliarisch mitbetreut werden.

 

Aufgrund der Komplexität der chronischen Schmerzkrankheit ist eine möglichst ausführliche Erfassung durch standardisierte Schmerzfragebögen mit psychologischen Tests erforderlich.

Die Aufnahme in unserer Schmerztagesklinik verläuft daher in mehreren Schritten:

  1. Wir senden Ihnen ein Schmerztagebuch und einen standardisierten Schmerzfragebogen der Deutschen Schmerzgesellschaft zur ganzheitlichen Erfassung Ihrer Schmerzerkrankung zu.
  2. Sie füllen den Fragebogen vollständig aus und senden den Fragebogen und schmerzrelevante Arztbriefe und Befunde aus den letzten 5-10 Jahren in Kopie sowie einen aktuellen Medikamentenplan zurück an die Schmerztagesklinik.
  3. Die Unterlagen werden dann durch den Schmerztherapeuten gesichtet.
  4. Patienten vereinbaren zwei bis drei Tage nach Rücksendung Ihrer Unterlagen einen Termin zur Erstvorstellung.

Zur Aufnahme und zum Erstgespräch benötigen Patienten einen stationären Einweisungsschein und Ihre Krankenkassenkarte. Sowohl die Erstvorstellung bei uns wie auch die multimodale Schmerztherapie werden in der Regel von der Krankenkasse übernommen. Bei Privatpatienten und berufsgenossenschaftlichen Verfahren ist eine vorherige Kostenübernahmeerklärung der Krankenkasse Voraussetzung für die Behandlung.

 

Für eine effektive Gruppenarbeit sind folgende Aufnahmekriterien zu erfüllen:

  • Abgeschlossene fachärztliche Diagnostik
  • Ausreichende körperliche und psychische Leistungsfähigkeit, um am ganztägigen Gruppenprogramm aktiv teilnehmen zu können
  • Motivation zur Therapie und die Bereitschaft, sich auf das Angebot einzulassen
  • Beherrschung der deutschen Sprache in Wort und Schrift
  • Wohnortentfernung bis ca. 50 km (zum Teil können wir Übernachtungsmöglichkeiten vermitteln)

 

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Unsere Experten

Dr. med. Susanne Neumeier
Chefärztin
Dr. med.
Susanne Neumeier