Prostatakarzinome und gutartige Prostataerkrankungen

Ein besonderer Schwerpunkt der Klinik für Urologie ist die Behandlung von Prostatakarzinomen und gutartigen Erkrankungen der Prostata.

Jedes Jahr erkranken in der Oberpfalz mehr als 300 Patienten an einem Prostatakarzinom. Die Diagnostik und Therapie des Prostatakarzinoms in den verschiedenen Stadien hat dabei in den letzten Jahren außerordentlich an Komplexität gewonnen. Entscheidend ist die optimale Therapiemodalität für den jeweiligen Einzelfall – und zwar in Zusammenarbeit zwischen Klinik und Praxis. Koordination der Diagnostik, Therapie und Nachsorge liegen in der Hand des niedergelassenen Urologen. Die Aufgabe des Prostatazentrums dagegen besteht vor allem in der Festlegung von interdisziplinären Therapiekonzepten und in der gemeinsamen Beratung von komplexen Fällen.

Weitere Informationen zum Prostatazentrum finden Sie hier.

Die Prostata gehört zu den wichtigsten männlichen Geschlechtsorganen. Sie liegt unterhalb der Harnblase und umschließt die Harnröhre, in die auch die Samenleiter des Mannes münden. Die Prostata besteht aus einer Vielzahl von Drüsen und Ausführungsgängen in die Harnröhre. In der Prostata wird ein Sekret produziert, das Bestandteil der Samenflüssigkeit ist. Bei der Ejakulation wird dieses Sekret mittels der Muskulatur durch die Ausführungsgänge in die Harnröhre verbracht, wo es sich mit den Spermien vermischt. Das Sekret dient den Spermien als Transportmittel.

Was uns auszeichnet

Anwendung aller chirurgischen Verfahren

Im Bereich der operativen Tumortherapie werden alle chirurgischen Verfahren angewendet, insbesondere die Radikaloperation bei bösartigen Prostatatumoren.

Zertifiziertes Prostatazentrum

Seit Jahren besteht ein zertifiziertes Prostatazentrum, in dem Patienten interdisziplinär gemeinsam mit der Klinik für Strahlentherapie betreut werden.

Technische Ausstattung

Mit der Green-Light-Laser-Vaporisation und der Brachytherapie stehen optimale Behandlungsmöglichkeiten auf dem neuesten Stand der Technik für Patienten zur Verfügung. 

Enge Zusammenarbeit

Um bestmögliche Erfolge in der Behandlung zu erreichen, besteht eine enge Zusammenarbeit mit niedergelassenen Urologen und der Klinik für Urologie sowie dem Prostatazentrum.

Neben Prostatakrebs werden in der Klinik für Urologie auch gutartige Prostatavergrößerungen behandelt. Dieses benigne (gutartige) Prostata-Syndrom wird häufig mit BPS (früher auch BPH) abgekürzt.

Die BPS ist gekennzeichnet durch sowohl obstruktive als auch irritative Symptome: Obstruktiv meint hierbei eine Verengung des Harnweges, was zu einer Harnstrahlabschwächung, Nachträufeln und Restharngefühl führt. Unter irritativen Symptomen versteht man verstärkten Harndrang bis hin zur Dranginkontinenz, häufiges Wasserlassen (Pollakisurie) und nächtliches Wasserlassen (Nykturie).

Wird eine gutartige Prostatavergrößerung diagnostiziert, bestehen viele Behandlungsmöglichkeiten. Diese reichen von frei verkäuflichen, pflanzlichen Arzneimitteln über verschreibungspflichtige, chemisch-synthetische Medikamente bis hin chirurgischen Verfahren, der transurethralen Resektion der Prostata (TUR-P). Bei diesem endoskopischen Verfahren wird das Drüsengewebe der Prostata durch die Harnröhre mit einer Drahtschlinge und elektrischem Schneidestrom „herausgehobelt”.

Weitere Informationen zur gutartigen Prostatavergrößerung

Nächtlicher Harndrang, ein schwächerer Harnstrahl und vermehrte Harnwegsinfektionen sind nur einige Beschwerden, die auf eine vergrößerte Prostata schließen lassen.

Je früher dabei ein Urologe aufgesucht wird, desto höher ist die Chance einer erfolgreichen Behandlung.

 

In Deutschland leidet jeder zweite Mann über 60 Jahren an einer Prostataerkrankung. Studien belegen, dass insgesamt mehr als vier Millionen Männer in Deutschland an BPS leiden. Der Anstieg der Neuerkrankungen in den letzten Jahren hängt primär mit der Altersentwicklung der Gesellschaft zusammen.

 

Green-Light-Laser-Verfahren

Mit dem modernen, minimal-invasiven GreenLight HPS Verfahren steht der Klinik für Urologie eine schonende Alternative zur transurethralen Resektion (endoskopische Entfernung von erkranktem Gewebe aus Harnblase oder Prostata) zur Verfügung.

Bei dem Eingriff wird eine Laserfaser mittels eines endoskospischen Systems durch die Harnröhre an das Prostatagewebe gebracht. Dort wird die Laserenergie abgegeben und das überschüssige Prostatagewebe wird unblutig verdampft bzw. vaporisiert.

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